Fellwechsel im Frühling: So unterstützt du Hund & Katze beim Haaren

Fellwechsel im Frühling: So unterstützt du Hund & Katze beim Haaren

Was steckt hinter dem Fellwechsel?

Zweimal im Jahr tauschen Hunde und Katzen ihr Fell: im Frühjahr das dichte Winterfell gegen ein leichteres Sommerfell, und im Herbst umgekehrt. Dieser Prozess wird durch veränderte Lichtverhältnisse und Temperaturen gesteuert – nicht, wie oft angenommen, allein durch Wärme. Der Frühjahrs-Fellwechsel ist meist intensiver, da das Winterfell besonders dicht ist.

Bei Wohnungskatzen und Hunden, die viel Zeit drinnen verbringen, kann der Fellwechsel das ganze Jahr über auftreten, da künstliches Licht den natürlichen Rhythmus beeinflusst.

Wie lange dauert der Fellwechsel?

Der Fellwechsel dauert je nach Rasse und Tier zwischen 3 und 8 Wochen. Besonders intensiv haaren:

  • Langhaarige Rassen (Golden Retriever, Husky, Maine Coon, Perser)
  • Doppelfellige Rassen mit dichtem Unterfell
  • Tiere mit hormonellen Veränderungen (z. B. nach Kastration)

Fellwechsel beim Hund unterstützen

1. Tägliches Bürsten

Während des Fellwechsels solltest du deinen Hund täglich bürsten – bei Langhaarrassen sogar mehrmals. Das entfernt loses Unterfell, verhindert Verfilzungen und fördert die Durchblutung der Haut. Geeignete Werkzeuge:

  • Furminator / Entfilzungsbürste: Ideal für dichtes Unterfell
  • Gummibürste: Massiert die Haut und löst loses Haar sanft
  • Unterfellbürste: Für doppelfellige Rassen

2. Baden mit dem richtigen Shampoo

Ein Bad während des Fellwechsels kann den Prozess beschleunigen. Verwende ein mildes, pH-neutrales Hundeshampoo. Anschließend gründlich trocknen und bürsten – so löst sich das lose Fell leichter.

3. Ernährung optimieren

Ein glänzendes, gesundes Fell beginnt von innen. Achte auf:

  • Omega-3-Fettsäuren: Lachsöl oder Fischöl-Ergänzungen fördern Fellqualität und Hautgesundheit
  • Hochwertiges Protein: Grundlage für gesundes Haarwachstum
  • Zink & Biotin: Unterstützen Haut und Fell von innen

4. Ausreichend Wasser

Gut hydrierte Haut hält das Fell gesund. Stelle sicher, dass dein Hund immer frisches Wasser zur Verfügung hat.

Fellwechsel bei der Katze unterstützen

Regelmäßiges Bürsten

Auch Katzen profitieren von regelmäßigem Bürsten während des Fellwechsels. Es reduziert die Menge an verschlucktem Haar und damit das Risiko von Haarballen (Trichobezoaren). Besonders bei Langhaarkatzen ist tägliches Bürsten wichtig.

Haarballen vorbeugen

Katzen schlucken beim Putzen viel Haar. Präventiv helfen:

  • Spezielle Haarballen-Snacks oder -Pasten
  • Katzengras als natürliche Unterstützung der Verdauung
  • Erhöhter Feuchtigkeitsanteil im Futter (Nassfutter)

Ernährung für gesundes Katzenfell

Wie beim Hund gilt: Omega-3-Fettsäuren, hochwertiges Protein und ausreichend Flüssigkeit sind die Basis für ein glänzendes Fell.

Wann ist starkes Haaren ein Warnsignal?

Nicht jedes intensive Haaren ist normal. Suche einen Tierarzt auf, wenn:

  • Kahle Stellen oder Hautveränderungen auftreten
  • Das Tier sich übermäßig kratzt oder leckt
  • Das Fell stumpf, brüchig oder glanzlos wirkt
  • Der Fellverlust plötzlich und stark zunimmt

Ursachen können Allergien, Parasiten, Schilddrüsenprobleme oder Mangelernährung sein.

Fazit: Aktive Unterstützung macht den Unterschied

Der Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess – aber mit der richtigen Unterstützung läuft er reibungsloser, schneller und angenehmer für Tier und Halter. Tägliches Bürsten, eine nährstoffreiche Ernährung und ein wachsames Auge auf Veränderungen sind die wichtigsten Maßnahmen.