Herpes beim Pferd (EHV) – Symptome, Ansteckung & Immunschutz

Herpes beim Pferd (EHV) – Symptome, Ansteckung & Immunschutz

Was ist Equines Herpesvirus (EHV)?

Das Equine Herpesvirus – kurz EHV – ist eine der verbreitetsten Viruserkrankungen beim Pferd. Nahezu jedes Pferd kommt im Laufe seines Lebens mit dem Virus in Kontakt. Besonders relevant sind zwei Typen: EHV-1 und EHV-4. Während EHV-4 hauptsächlich Atemwegserkrankungen verursacht, kann EHV-1 neben Atemwegsproblemen auch Fehlgeburten bei trächtigen Stuten sowie in seltenen Fällen neurologische Ausfälle (EHM – Equine Herpesvirus Myeloenzephalopathie) auslösen.

Wie wird EHV übertragen?

Das Virus ist hochansteckend und verbreitet sich vor allem über:

  • Direkte Kontaktübertragung von Pferd zu Pferd (Nasenausfluss, Husten)
  • Indirekte Übertragung über kontaminierte Gegenstände (Tränken, Putzzeug, Hände)
  • Aerosole – das Virus kann über die Luft übertragen werden
  • Latente Infektionen: Einmal infizierte Pferde tragen das Virus lebenslang in sich. Bei Stress oder Immunschwäche kann es reaktiviert werden und andere Pferde anstecken – ohne dass das Trägertier selbst Symptome zeigt.

Symptome: Woran erkenne ich EHV?

Die Symptome variieren je nach Virustyp und befallenem Organsystem:

  • Atemwegsform (EHV-4 und EHV-1): Fieber (bis 41°C), wässriger bis eitriger Nasenausfluss, Husten, Appetitlosigkeit, geschwollene Lymphknoten
  • Reproduktionsform (EHV-1): Spätabort (meist im 8.–11. Monat), Totgeburten oder lebensschwache Fohlen
  • Neurologische Form (EHM): Koordinationsstörungen, Gleichgewichtsprobleme, Hinterhandlähmungen, im schlimmsten Fall Festliegen

Bei Verdacht auf EHV sofort den Tierarzt kontaktieren und das betroffene Pferd isolieren!

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose erfolgt durch den Tierarzt mittels Nasentupfer, Blutprobe oder PCR-Test. Eine spezifische antivirale Therapie gegen EHV gibt es nicht – die Behandlung ist symptomatisch:

  • Fiebersenkende Mittel und Entzündungshemmer
  • Ruhe und Schonung (mindestens 4–6 Wochen nach Erkrankung)
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Bei neurologischer Form: intensive tiermedizinische Betreuung

Impfung gegen EHV – sinnvoll oder nicht?

Es gibt zugelassene Impfstoffe gegen EHV-1 und EHV-4. Die Impfung schützt nicht vollständig vor einer Infektion, reduziert aber die Schwere der Erkrankung und die Virusausscheidung erheblich. Besonders empfohlen wird die Impfung für:

  • Turnierpferde und Pferde mit häufigem Kontakt zu Artgenossen
  • Trächtige Stuten (spezieller Impfplan)
  • Pferde in Großbetrieben und Pensionsställen

Die Grundimmunisierung und Auffrischungsintervalle sollten mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Immunsystem stärken – die beste Prävention

Da EHV bei Stress und Immunschwäche reaktiviert wird, ist ein starkes Immunsystem die wichtigste Schutzmaßnahme. Omega-3-Fettsäuren sowie die Vitamine A und D spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie unterstützen die Immunabwehr, wirken entzündungshemmend und fördern die Schleimhautgesundheit – der ersten Barriere gegen Viren.

Das Excellent Horse Lebertranöl liefert hochwertige Omega-3-Fettsäuren sowie natürliches Vitamin A und D – ideal zur täglichen Unterstützung des Immunsystems, besonders in stressreichen Phasen wie Turniersaison, Stallwechsel oder Wintermonaten.

Zistrose – natürliche Unterstützung bei Virusbelastung

Die Zistrose (Cistus incanus) gehört zu den am besten erforschten Heilpflanzen mit antiviralen Eigenschaften. Ihre Polyphenole sollen die Anhäftung von Viren an Körperzellen erschweren und das Immunsystem aktivieren. In der Pferdefütterung wird Zistrose zunehmend als natürliche Ergänzung in der Erkrankungs- und Stressphase eingesetzt.

Die Zistrose Pferd 1 kg aus unserem Shop bietet eine einfache Möglichkeit, diesen natürlichen Schutz in die tägliche Fütterung zu integrieren.

Hygienemanagement im Stall

Neben Impfung und Immunstärkung ist konsequentes Hygienemanagement entscheidend, um EHV-Ausbrüche zu verhindern:

  • Neuzugänge mindestens 3 Wochen isolieren
  • Gemeinsames Putzzeug, Tränken und Heunetze vermeiden
  • Nach Turnieren oder Transporten: Pferd beobachten und bei Symptomen sofort isolieren
  • Regelmäßige Stalldesinfektion
  • Stressreduktion: ausreichend Auslauf, soziale Kontakte, ruhige Haltungsbedingungen

Fazit

Equines Herpesvirus ist allgegenwärtig – aber mit der richtigen Strategie gut beherrschbar. Impfung, konsequentes Hygienemanagement und ein gestärktes Immunsystem sind die drei Säulen der Prävention. Das Excellent Horse Lebertranöl und die Zistrose unterstützen deinen Vierbeiner dabei ganzjährig auf natürliche Weise.